Viktoria Bolle
Viktoria Bolle wurde 1984 in Kustanaj, dem nördlichen Kasachstan (ehemalige UdSSR) geboren. Dort verbrachte Sie ihre Kindheit. Im zarten Alter von 12 Jahren, im Jahr 1996, verließ sie gemeinsam mit den Eltern die Heimat, um einen neuen Anfang im „schönen Westen“ – Deutschland zu beginnen. In Minden, Nordrhein-Westfalen, fand sie gemeinsam mit ihrer Familie eine zweite Heimat. Eine bislang unbekannte Lebenssituation bot sich dar und erstmalige Wege öffneten sich. Es gab viel Neues zu Entdecken. Die Anpassung an die bislang unbekannte Lebensumgebung war dabei nicht das Schwierigste, vielmehr war es die Erlernung einer neuen Sprache und das Verlassen der Familie, die noch in Kasachstan blieb.
Die Schulzeit in Deutschland begann für sie ab der 5. Klasse. In der Schulzeit unterstütze sie in ihrer freien Zeit die Evangelische Kirche mit ihrer Mitarbeit. Sie half bei der Gestaltung und Durchführung des Kindergottesdienstes und anderer kirchlicher Veranstaltungen. Der Umgang mit Menschen, insbesondere Kindern, brachte viele schöne Erfahrungen mit sich.
Während ihre Eltern versuchten im neuen Land Fuß zu fassen und eine neue Existenz aufzubauen, nahm sie mit fünfzehn Jahren eine Tätigkeit als Raumpflegerin an. Jeden Tag nach der Schule griff sie zur Bürste und Besen, um sich das Taschengeld zu verdienen. 2002 hatte sie die Schule mit Erfolg abgeschlossen. Anschließend begann für sie das Berufsleben.
Sie beschäftige mich mit vielen verschiedenen Dingen. Sie tanzte, besuchte eine Musikschule, sang, spielte Gitarre, machte beim Gymnastikkurs mit, doch das Lesen und Schreiben war und blieb einer ihrer größten Leidenschaften. Das Verfassen kleinerer Texte und einiger Gedichte bereitete ihr auch schon im Kindesalter unheimliche Freude. Mit dreizehn Jahren las sie ihr erstes „Erwachsenenbuch“ über Liebe, Leidenschaft und Leid, dass sie so stark faszinierte, sodass sie sich entschloss ein Buch über unschuldige Gefühle und spannende Handlung zu verfassen. Es sollte ein Jugendroman werden und eine Lebensgeschichte der Teenager, wie sie dies selbst zu dem Zeitpunkt war, wiedergeben. Sie wollte sich mit etwas befassen, was ihr einigermaßen bekannt war; die erste große Liebe, die ersten Erfahrungen mit Freunden in der Clique, die ersten Schritte in das selbstständige Leben der Erwachsenen. Sie sollte sich mit den Helden des Romans auf der Gefühlsebene identifizieren können. So entstand ihr erstes Buch - „Die Gunst des Schicksals“. Die Ursprungsform des Textes wurde nach einigen Jahren von ihr überarbeitet, jedoch die Handlung und der Kern des Romans blieben gleich.


