Die Autorenmarge
Eine der am meisten gestellten Fragen an uns ist jene, wie sich die Autorenmarge, also der Verdienst des Autoren an seinem Werk, errechnet. Die Antwort auf diese Frage ist etwas komplexer, weshalb wir hier nur eine vereinfachte Darstellung wiedergeben.
Begriffserklärung
- Verkaufspreis: Endpreis des Buches im Handel
- Einkaufspreis: Preis für den Händler im Einkauf
- Herstellungskosten: Durchschnittliche Druckkosten pro Exemplar
Grob gesagt errechnet sich der Gewinn pro verkauftem Exemplar wie folgt:
Beispiel:
Ein Buch kostet im Handel 10 Euro, wovon der Händler das Buch für 6 Euro eingekauft hatte. Die 4 Euro differenz ist somit der Gewinn für den Händler. Bislang hatte das Buch somit 6 Euro an Einnahmen für den Verlag. Von diesem Betrag müssen jedoch noch die Herstellungskosten abgezogen werden, welche wir für das Beispiel mit 3 Euro berechnen. Somit hätte das Buch einen Reingewinn (vor Steuern) von 3 Euro erwirtschaftet.
Natürlich ist dies nur ein grobes Beispiel, da hierbei noch weitere Kostenfaktoren, wie Transportkosten, mit eingerechnet werden müssen.
Komplex wird die Berechnung dazu noch durch die verschiedenen Einkaufsrabatte der Händler. Nimmt ein normaler Händler mehrere Exemplare für seinen Vertrieb, erhält dieser z.B. zusätzliche Mengenrabatte. Großhändler wie Amazon, Libri und Co. haben dazu noch ein eigenes Einkaufsgebührensystem.
Die höchsten Gewinne erzielen wir über unseren Direktvertrieb im Online-Buchshop des Verlages, da hier die Händlerrabatte für den Einkaufspreis entfallen.
So wird jedes verkaufte Exemplar gesondert erfasst, da die Gewinne je nach Handelsweg und Einnahmen sich pro Exemplar unterscheiden. Erst nach einem Quartalsende, also jeweils nach einem Zeitraum von 3 Monaten, werden alle Gewinne durch die Verkäufe des Titels zusammengerechnet, woraus sich der Reingewinn im Quartal des Titels ergibt.
Der betreffende Autor hat mit dem Vertragsabschluss des Publikationsvertrages mit dem Verlag einen prozentualen Anteil an diesem Gewinn vereinbart.
Beispiel:
Die Einnahmen an diesem Titel betragen im vergangenen Quartal 100 Euro an Gewinn, und der Autor erhält hiervon seine Autorenmarge in Höhe von 25%, so hat der Autor in diesem Fall in dem betreffendem Quartal 25 Euro verdient, welche dem Autoren ausgezahlt werden.
Der Verlag wird bei der Gewinnabrechnung mit dem größeren Anteil bedacht, da wir den Vertrieb tätigen, die Mitarbeiter bezahlen und die Kosten der Druckumsetzung erst einmal wieder einholen müssen. Während der Autor bereits ab dem ersten verkauftem Exemplar seinen Gewinn erhält, müssen erst eine große Menge an Exemplaren verkauft werden, bevor auch der Verlag mit diesem Titel in einen Gewinnbereich gelangt. Hinzu kommen laufende Kosten, welche für Sonderleistungen und sonstige Arbeitszeiten für den Verlag anfallen, und welche erst durch eine gewisse Menge an verkauften Exemplaren des Titels abgedeckt werden können.
Um es etwas einfacher auszudrücken: Jedes erfolgreich im Handel verkaufte Exemplar erzielt einen Gewinn, woran der Autor faktisch direkt seine Autorenmarge verdient. Dies hat nichts mit der Anzahl der zu verkaufenden Exemplare zu tun, welche benötigt werden, um die Grundkosten des Verlages abzudecken. Hier trägt der Verlag das alleinige Verlagsrisiko.
Autorenmarge bei eBooks
Der Twilight-Line Verlag bietet die eBooks zum verlagseigenen Programm zu einem günstigeren Endkundenpreis gegenüber der jeweiligen Printausgabe an. Dies beruht darauf, das Produktions- und Vertriebskosten entfallen. Die Endkundenpreise sind dabei so festgelegt, dass wir mit dem eBook den gleichen Gewinn erzielen wie mit einem gedruckten Exemplar des selben Titels.
Für die jeweiligen Autoren bedeutet dies, dass diese mit jedem vertriebenen eBook den gleichen prozentualen Gewinn erhalten, als wenn ein gedrucktes Exemplar verkauft würde. In der Abrechnung und der Auflistung im Autorenportal werden von daher die Verkaufszahlen von eBooks nicht gesondert aufgeführt, sondern als direkte Verkaufsexemplare geführt.

