Pressemappe

Kaum etwas fördert den Verkauf eines Buches so nachhaltig wie eine gute Besprechung in der Presse. Ohne großes Werbebudget, allein mit etwas Gespür für journalistische Themen und dem richtigen Pressematerial können Sie Ihr Buch in die Medien bringen. Doch was zeichnet eine professionelle Pressemappe aus? Wir zeigen Ihnen, was dazugehört und wie man sie wirkungsvoll einsetzt.

Was ist eine Pressemappe?
Eine Pressemappe ist ein wichtiges Arbeitsmittel für Journalisten – und keine Werbebroschüre. Zwar soll die Pressemappe möglichst neugierig auf Sie und Ihr Buch machen, gleichzeitig aber auch prägnant, umfassend und sachlich korrekt informieren. Werbeaussagen oder Eigenlob haben in Pressetexten nichts zu suchen.

Was gehört in eine Autoren-Pressemappe?
Neben einem kurzen Anschreiben sollte die Mappe – ob nun digital oder in gedruckter Form ausgearbeitet – folgendes enthalten:

  • Pressetext zum Buch, in Kurz- und Langform. Der kurze Pressetext sollte nicht mehr als 500 Zeichen lang sein, der lange Text maximal 3000 Zeichen. Geben Sie nicht nur den Inhalt Ihres Buches wieder, sondern versuchen Sie, einen „Aufhänger” zu finden, also etwas, das Ihr Buch für den Redakteur interessant macht, zum Beispiel eine außergewöhnliche Entstehungsgeschichte, den regionalen Bezug oder einen gesellschaftlichen Trend, den Ihr Buch aufgreift.
  • Informationen zum Autor, ebenfalls in Lang- und Kurzform. Auch hier gilt: Versuchen Sie, in Ihrer Vita Akzente auf jene Stationen zu setzen, die Sie für den Redakteur interessant machen.
  • Pressespiegel, beinhaltet eventuell bereits zu Ihrem Buch erschienene Presserezensionen, aber keine Leserstimmen.
  • Ihre Kontaktdaten.
  • Hochwertiges und druckfähiges Bildmaterial.
  • Anforderungsformular für ein Rezensionsexemplar.
  • Bibliografie, d.h. eine Liste Ihrer bislang erschienenen Werke.

Bitte beachten Sie: Es geht nicht darum, dass die Mappe möglichst viele Informationen enthält, sondern es geht um die für die Redaktion wichtigsten und interessantesten Informationen, die übersichtlich aufbereitet sein sollten.

Worauf sollten Sie achten?
Bildmaterial: Mit hochwertigem Bildmaterial können Sie bei den Redaktionen punkten, und die Investition in ein interessantes Autorenfoto zahlt sich aus. Senden Sie auf keinen Fall einen privaten Schnappschuss! Ihre Fotos sollten Sie eindeutig beschriften und den Namen des Fotografen sowie den Hinweis „Abdruck frei” für die honorarfreie Verwendung nennen.

Ermittlung des Adressaten: Bevor Sie Ihre Pressemappe verschicken, klären Sie durch einen Anruf, wer Ihr Ansprechpartner ist. Erklären Sie kurz, um was es geht, und fragen Sie, ob Sie ihm weiterführende Infos zuschicken dürfen. Versenden Sie das Pressematerial möglichst sofort nach dem Telefonat.

Versandweg: Zwar ist es meist einfacher, die Pressemappe per E-Mail zu versenden, doch wenn Sie die Präferenz des Journalisten nicht kennen, sollten Sie den Postweg nutzen. Wenn Sie Ihre Mappe per E-Mail versenden, erfragen Sie vorab, welches Dateiformat (Word oder PDF) der Empfänger bevorzugt.

Digitale Daten: Fügen Sie der Pressemappe möglichst eine CD bei, auf der Ihre Bilder in einem gängigen Format (TIF oder EPS) und in druckfähiger Form (mindestens 300 dpi) gespeichert sind. Ebenfalls sollten Sie Ihre Texte zu Buch und Autor auf der CD speichern, denn so muss der Redakteur diese bei Bedarf nicht abtippen. Machen Sie im Anschreiben und auf der CD selbst deutlich, welche Dateien die CD enthält.

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