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  • Dieses Thema hat 4 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 01.05.2021 um 21:40 von .
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    Beiträge
  • #7694
    Wendy
    • Urschleim
    • Beiträge: 4

    Ich plane als Herausgeber eine Anthologie, für die ich gerade einen Verlag suche.  Twilightline hat ja auch im letzten Jahr den Karneval des Todes vom Galactic Bookstore rausgebracht, und damit mehrere Preise gewonnen.   Daher gehe ich davon aus, das der Verlag auch an meinem Projekt mitwirken könnte.

    Und zwar geht es um einen Anthologieband mit Fanfiction zu GoT (Game of Thrones), an dem ich und ein paar Freunde schon gebastelt haben und jetzt ein größeres Projekt dazu ausschreiben.   Und hier möchten wir gerne mit dem Twilightline Verlag zusammenarbeiten.

    Besteht vom Verlag Interesse an meiner Anthologie?

    #7695
    Michael Schneider
    • Forschender
    • ★★★★★★
    • Beiträge: 401

    Hallo Wendy,

    danke für das Interesse an einer Zusammenarbeit bei einer Anthologie, aber dies ist aus mehreren Gründen nicht möglich.

    Anthologien bedeuten grundsätzlich immer einen enormen Aufwand bei hohem Risiko hier im Anschluss die Gewinnzone nicht zu erreichen. Dies vor allem, da eine Anthologie von der Auswahl der Inhalte lebt. Wenn wir eine Ausschreibung starten, dann aus eigenem Programminteresse und aus Erfahrung, welche Themen unser Leserkreis sucht. Und wir filtern die Einsendungen persönlich aus, bzw. die für die Anthologie verantwortlichen Mitarbeiter. Hierbei wird oftmals ein großer Prozentsatz der Einsendungen aussortiert, wenn ein Thema z.B. gleich mehrfach ähnlich behandelt wird oder die Geschichten nicht unseren eigenen Erwartungen entsprechen.

    Prinzipiell spricht nichts dagegen, dass wir auch Anthologieprojekte von Drittherausgebern aufnehmen, aber dies ist dann eine spezifische Entscheidungsfrage, ob ein Thema überhaupt in unser Programm passt und in wie weit wir die bisherigen Werke der Herausgeber kennen und einschätzen können. Karneval des Todes war z.B. eine solche Übernahme eines Fremdprojekts, wobei ich persönlich die Entscheidung der Zusammenarbeit getroffen habe, da ich den Herausgeber Alexander Knörr seit etwa 20 Jahren kenne und wir bereits vorher zusammengearbeitet haben, weshalb die Risikoeinschätzung besser abwägbar war. Bei anderen, vor allem unbekannten Herausgebern, deren Auswahlverfahren wir nicht kennen, ist eine Risikoeinschätzung ungleich höher.

    Der Punkt, der aber grundsätzlich gegen eine Programmaufnahme spricht, ist das Thema selbst. Fanfiction ist immer ein problematischer Fall, da man hier die Urheberrechte an eingetragenen Markenzeichen beachten muss. Privat kann man solche Fanfiction schreiben und ohne große Bedenken im Freundeskreis teilen, aber sobald diese offiziell veröffentlicht werden und vor allem ein kommerzieller Aspekt dahintersteht, benötigt man eine Lizenzfreigabe zur Nutzung, sonst kann man ganz schnell von den Rechteinhabern verklagt werden. Und bei einer erfolgreichen Buchreihe mit TV-Serie sind solche Nutzungslizenzen meist unheimlich teuer erkauft – was das Verlustrisiko für den Verlag dramatisch erhöht.

    Karneval des Todes stammt nicht vom Galactic Bookstore Verlag, sondern war von Anfang ein eigenständiges Projekt von Alexander Knörr als Herausgeber, der auch das Konzept der Anthologie ersann und die Auswahl der Inhalte ausführte. Der Galactic Bookstore war als ursprünglicher Verlag gedacht, doch dieser schied vor der Veröffentlichung wegen einer Geschäftsaufgabe aus. Wir erhielten daraufhin von Alexander Knörr eine Anfrage und das Thema passte zu unserer Themenreihe Dunkle Seiten, worauf wir den Band übernommen haben.

    #14900
    Titanwolf
    • Urschleim
    • Beiträge: 10

    Wenn ich jetzt eine Idee für eine Anthologie habe und würde die gerne bei euch als Herausgeber umsetzen lassen, das wäre machbar?  Ich meine jetzt keine Fanfiction, mehr ein offenes Thema.  Sowas wie Erstkontakt von Knörr und Dörr.

    #14901
    Michael Schneider
    • Forschender
    • ★★★★★★
    • Beiträge: 401

    Hallo Titanwolf,

    wie ich schon damals sagte, im Prinzip spricht nichts dagegen, sofern wir hier den Markt ein wenig abschätzen können. Das Projekt der Anthologie Erstkontakt wurde z.B. übernommen, da wir sowohl die Werke von Alexander Knörr als auch von Andreas Dörr kennen, die bereits beide bei uns publiziert haben und wir darin genug Potenzial gesehen haben, um das Risiko einzugehen. Als Herausgeber sind diese schließlich für die Inhalte und deren Auswahl verantwortlich.

    Hätten wir diese Ausschreibung als reines Reihenprojekt mit unserem normalen Auswahlkriterium ausgeführt, wären einige der Inhalte, wie diese jetzt enthalten sind, von uns abgelehnt worden, da diese nach unserem Punktesystem zu wenig Punkte erhalten hätten. Dies ist natürlich immer eine Frage des Ermessens, wenn die Auswahl durch zu wenige oder nur einen einzelnen Herausgeber erfolgt.

    Unser internes Verfahren besteht aus einer fünfköpfigen Jury (Redaktion). Das Bewertungsverfahren ist relativ einfach. Jedes Jurymitglied vergibt auf eine eingereichte Geschichte Punkte von 1 bis 10, je nachdem wie die Geschichte gefallen hatte. Somit kann jeder Beitrag maximal 50 Punkte erreichen. Um in den jeweiligen Band aufgenommen zu werden, muss eine Geschichte eine Mindestpunktzahl von 25 Punkten erreichen, die sich aus den Bewertungen aller Jurymitglieder ergibt.

    Dies entfällt aber, wenn die Auswahl durch einen oder mehrere Herausgeber als Drittpartei erfolgt, was für uns eine Voreinschätzung eines neuen Projektes erschwert und wir deshalb kaum Drittprojekte wie Erstkontakt umsetzen.

    Und wie bereits gesagt, Fanfiction oder Projekte mit rechtlich ungeklärtem Hintergrund werden von uns generell nicht angenommen.

    Sollte trotzdem ein Interesse bestehen, einfach eine Mail oder Nachricht an mich oder die Redaktion senden, mit den Vorstellungen und Ideen zu einer solchen Anthologieumsetzung.

    #14902
    Titanwolf
    • Urschleim
    • Beiträge: 10

    Danke für die Info.  Ich melde mich dann per Mail.

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