Civilization V: Die Spielphasen

Civilization V

Um im rundenbasierten Strategiespiel Civilization V erfolgreich zu sein und die eigene Zivilisation vom Beginn bis zum Sieg zu führen, benötigt man strategisches Geschick und vorausschauende Planung. Dabei unterteilt sich das Spiel in drei Phasen, die entscheidend für das Fortschreiten der Zivilisation sind. Diese werden durch das Voranschreiten der Zeitalter am ehesten charakterisiert, da man zum Voranschreiten Schlüsseltechnologien benötigt, die erforscht werden müssen. Erst nach dem Erreichen dieser jeweiligen Schlüsseltechnologien wird das nächste Zeitalter eingeleitet.

Dabei beginnt das Standardspiel in der Antike im Jahr 4000 v. Christus und entwickelt sich im Laufe des Spiels bis zum Jahr 2050 und weiter, je nach Einstellung der Siegbedingungen. Ist der Zeitsieg in den Einstellungen aktiviert, endet das Spiel definitiv im Jahr 2050 und derjenige Spieler siegt, der zu diesem Zeitpunkt den höchsten Punktewert besitzt. Je nach eingestellter Spielgeschwindigkeit wird das Jahr 2050 in verschiedenen Rundenzahlen erreicht:

  • Schnell – 340 Runden
  • Standard – 500 Runden
  • Episch – 750 Runden
  • Marathon – 1000 Runden

Dabei bleibt der Spielvorgang der Spielphasen immer gleich und richtet sich nach den Zeitaltern. Ist der Zeitsieg deaktiviert, verbleiben die weiteren Siegbedingungen Wissenschaftssieg, Herrschaft, Kultur- und Diplomatiesieg (sofern nicht in den Einstellungen deaktiviert). Lediglich bei angepassten Startbedingungen zu einem späteren Zeitalter, außer dem Standard in der Antike, verschieben sich die Spielphasen leicht, da entsprechende Spielabschnitte übersprungen werden.

Siegbedingungen bei Civilization V

Die frühe Spielphase: Early Game

Im Standardspiel beginnt man frühzeitig in der Antike im Jahr 4000 v. Chr. mit einem Siedler und einem Krieger, bei einigen Zivilisationen mit einem Siedler und einem Späher oder einer anderen Spezialeinheit der Zivilisation. Wichtig ist, dass man mit dem Krieger/Späher/Spezialeinheit die nähere Umgebung erkundet, um einen guten Startplatz für die Hauptstadt zu finden. Optimalerweise befindet sich der Siedler bereits an einem Ort, an dem er schnell Zugang zu wichtigen Ressourcen besitzt, der an einem Fluss oder der Küste liegt. Dies ist leider nicht immer der Fall und man muss den Siedler an einen besseren Ort bringen, der bessere Bedingungen bietet, bevor dieser die Hauptstadt gründet. Problematisch dabei ist jedoch, dass mit jeder dabei verstreichenden Runde bis zur Gründung der Hauptstadt Zeit vergeht, in denen die anderen Spieler einen Vorsprung erzielen, was in den höheren Schwierigkeitsgraden zu einem echten Problem werden kann. Erst mit Gründung der Hauptstadt beginnt man die Forschung und Produktion einzuleiten.

Das Early Game findet in den drei Zeitaltern der Antike, der Klassik und dem Mittelalter statt. In dieser Zeit gilt es so viel wie möglich zu erkunden und schnellstmöglich neue Städte mit Siedlern zu gründen. Nur Städte, die in diesem Spielabschnitt gegründet wurden, erreichen im späteren Spiel genug Bevölkerung, um starke Produktion, Geld/Gold und Kulturwerte zu generieren. Alles was über das Mittelalter hinaus neu besiedelt wird, wächst bis zum Endspiel nicht mehr ausreichend genug, um das Spielgeschehen noch maßgeblich zu beeinflussen. Die Produktion dieser ersten Städte entscheidet oftmals über Sieg oder Niederlage. Ein regelrechter Wettlauf gegen die anderen Spieler, wer das meiste Land mit den besten Positionen bekommt.

Kriegerische Auseinandersetzungen sind hier eher die Ausnahme, das Hauptproblem dabei sind vielmehr die Barbaren, die immer wieder Ärger bereiten, wichtige Siedler und Bautrupps gefangen nehmen oder Ressourcen und Handelswege der Städte plündern. Wichtig in diesem Abschnitt ist die Erkundung und Expansion. Auch um bereits möglichst viele Stadtstaaten für das spätere Spiel zu treffen und kennenzulernen.

Sichern und erobern: Das Midgame

Der mittlere Spielabschnitt, der sich von der Renaissance, über das Industriezeitalter bis zur Moderne erstreckt, ändert das Spielgeschehen, weg von der Expansion durch neue Städte, hin zur technischen Entwicklung, Kultur und Politik. Vor allem, da ab hier der Weltkongress tagt und politisches Kalkül gefragt ist. Der Einfluss bei Stadtstaaten ist enorm wichtig, da diese entscheidende Stimmrechte vergeben.

Möchte man durch Kriege sein Reich vergrößern, ist ab der Renaissance der optimalste Zeitpunkt, sofern man technologisch in der Militärtechnik einen kleinen Vorsprung besitzt, den man ausnutzen sollte. Generell gilt, in dieser Spielphase die eigenen Städte mit angepassten Gebäuden auszubauen und militärisch zu sichern, denn auch die anderen Spieler, vor allem auf den höheren Schwierigkeitsgraden, gieren nach den Städten der anderen Spieler. Und die Spionage kommt ins Spielgeschehen hinzu. Erreichen mehrere Spieler erst einmal das Atomzeitalter, wird die Kriegsführung um etliches schwieriger.

Zudem ist es hilfreich, geschickt mit der Diplomatie und dem Handel mit den anderen Spielern umzugehen, was oftmals mehr bringt, als ein Krieg, bei dem viele Ressourcen verschlungen werden.

Auf dem Weg zum Finale: Das Endgame

Hat man es bis hierhin geschafft und wurde nicht von anderen Zivilisationen kriegerisch überrannt, begibt man sich ab dem Beginn des Atomzeitalters ins Endspiel. Ab hier ändert sich alles und alle Spieler versuchen den Sieg anzusteuern. Je nach Schwierigkeitsgrad wird dies ein sehr enges Kopf an Kopf-Rennen um die letzten Punkte, sowohl politisch als auch militärisch. Und mit dem Beginn des Informationszeitalters und der damit verbundenen Erforschung des Internets und der Globalisierung, geht es vor allem um die politische Wahl des Weltherrschers, die kulturelle Übermacht oder den Sieg der Wissenschaft.

Derjenige Spieler, der es zuerst schafft das komplette Raumschiff aus allen sechs Komponenten zu bauen, erzielt den Wissenschaftssieg. Der Kultursieg wird erreicht, sobald eine Kultur genügend Tourismuspunkte produziert, um bei allen anderen Kulturen einen Einfluss von 100% zu erreichen. Und bei der Wahl des Weltherrschers vor dem Weltkongress gewinnt derjenige Spieler, der eine Überzahl an Stimmen auf sich vereinen kann, die man entweder durch politischen Druck oder verbündete Stadtstaaten erreicht.

Alle Siegbedingungen werden schon ab dem frühen Spiel angestrebt, durch den Bau von Wundern, Gebäuden oder verbündete Stadtstaaten. Im Endgame zählt jeder Punkt und je frühzeitiger man einen Vorsprung erringen konnte, umso schneller kann man das Ziel erreichen. Ein durchschnittliches Spiel auf Standardgeschwindigkeit entscheidet sich meist zwischen Runde 400 und 500, nur selten wird Runde 500 überschritten.

Gerade auf den hohen Schwierigkeitsgraden sollte man sich militärisch im Endgame zurückhalten und nur dann Krieg führen, um eine deutlich fortschrittlichere Zivilisation zu schwächen und etwas zurückzuwerfen. Diese werden sich erbittert mit allem wehren, was diesen zur Verfügung steht. Ein schneller militärischer Sieg ist vor allem im Midgame eine bessere Entscheidung, wenn die Waffentechnik noch nicht dermaßen hoch entwickelt und Massenvernichtungswaffen noch nicht zur Verfügung stehen.

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