Vor- und Nachteile des Gutenberg Editors

Wir haben in den vergangenen Tagen den Gutenberg Editor, der mit WordPress 5.0 den in die Jahre gekommenen TinyMCE Editor ablöst, auf Herz und Nieren geprüft. Die Verwendung des neuen Standardeditors bringt bei der Gestaltung von neuen Beiträgen etliche nützliche Funktionen mit, die mit etwas Einarbeitung den Umfang des TinyMCE um Längen übertreffen. Das Arbeiten mit Blöcken scheint auf den ersten Blick umständlicher als beim bisherigen Editor, der nur ein Texteditor war, aber die Funktionen der verschiedenen Blocktypen erlauben eine gestalterische Freiheit, die bislang nur mit viel Aufwand möglich war. Gewöhnungsbedürftig, aber ein mächtiges Tool zum Gestalten von Medieninhalten aus Text, Bildern, Ton- und Videomaterial.

So toll das Erstellen neuer Beiträge aber auch ist, bei alten bestehenden Beiträgen kann der neue Editor zu einem gewaltigen Problem werden, wenn man diese alten Beiträge nochmals bearbeiten muss. Solange dies nicht der Fall ist, werden die bisherigen Beiträge auch weiterhin wie gewohnt angezeigt. Muss man allerdings einen älteren Beitrag bearbeiten, setzt Gutenberg diesen erst einmal in einen „Classic Block“, den man so stehen lassen oder optional in einzelne Blocks automatisch überführen kann. Bei einfachen Beiträgen funktioniert dies auch so ohne Probleme, anders jedoch, sobald man eigenes HTML und besondere Formatierungen verwendet, die zum jetzigen Zeitpunkt entfernt oder falsch umgewandelt werden. Das Design des Inhalts kann dabei völlig zerstört werden und wichtige Details verloren gehen. Wir hatten jetzt mehrfach den Fall, dass eine Anpassung eines alten Beitrags um ein vielfaches länger dauerte, als einen komplett neuen Beitrag zu erstellen.

Grundlegend ist der neue Gutenberg Editor eine tolle Neuerung, sofern man nicht viele alte Beiträge besitzt, die über spezielle Formatierungen und eigene HTML-Inhalte verfügen.

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