Des Teufels Saat

Des Teufels SaatDer von Alex Harris entwickelte Supercomputer Proteus erweist sich als überaus intelligent und entwickelt bald einen eigenen Willen, der nicht mehr unbedingt dem seines Schöpfers folgt. Proteus, welcher mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist, empfindet sich als eigenständiges Lebewesen. Da er immer häufiger in Interessenkonflikt mit seinem Erschaffer gerät, denkt er über seine eigene Existenz nach. Aus Angst, man könne ihn wieder abschalten, entwickelt er einen teuflichen Plan…

Nachdem er die Kontrolle über Harris‘ computergesteuertes Haus erlangt hat, hält er dort dessen Ehefrau Susan gefangen. Mit ihr hat er etwas Besonderes vor: Er will sie schwängern, damit sie einem hybriden Computermenschen das Leben schenkt…

Der Film erzählt mit einer leisen, etwas düsteren Bildersprache die Geschichte des Supercomputers. Wer auf eine Menge dramatischer Action wartet, wird von diesem Film sicher enttäuscht werden. Wer allerdings Wert auf gute Spannung und eine ansprechende Atmosphäre legt, mit einem gewissen Schuss knisternder erotischer Spannung, für den ist dieser Film allemale eine Empfehlung wert.

Dieser Science-Fiction-Klassiker von Donald Cammell, der zusammen mit Co-Regisseur Nicolas Roeg 1970 mit „Performance“ Aufsehen erregt hatte, aber nie richtig im Filmgeschäft Fuß fassen konnte, ist eine 1976 entstandene Verfilmung des Romans von Dean R. Koontz und besticht durch die klaustrophobische Atmosphäre im computergesteuerten Haus und wartet mit einer außergewöhnlichen Leistung von Julie Christie („Wenn die Gondeln Trauer tragen“) als „Objekt der Begierde“ des Supercomputers auf. Die in der Luft liegende erotische Spannung zwischen der Frau und dem Computer kann man durchaus als Meilenstein der Filmgeschichte betrachten.

Anmerkung am Rande:
In einer Halloween-Episode der Simpsons wird dieser Film ebenfalls adaptiert, wobei der Computer mit der Stimme von Pierce Brosnan es auf Marge abgesehen hatte.

Filmdaten:
Originaltitel: Demon Seed
Land und Produktionsjahr: USA, 1976
Regie: Donald Cammell
Drehbuch: Robert Jaffe, Roger O. Hirson
Produzent: Herb Jaffe

Darsteller: Julie Christie, Fritz Weaver, Gerrit Graham, Berry Kroeger