Die Monroe-Technik für Astralreisen

Das Verlassen des eigenen Körpers und mit seinem Geist außerkörperliche Erfahrungen zu machen, wenn dieser seine Hülle verlässt und gar auf Reisen außerhalb der näheren Umgebung gehen kann, ist eines der faszinierendsten PSI-Phänomene, von dem eine Unzahl von Menschen berichten. Astralreisen und außerkörperliche Erfahrungen sind Phänomene, die viele Menschen faszinieren und neugierig machen. Was sind sie genau und wie kann man sie erleben?

Astralreisen sind Reisen des Bewusstseins in eine andere Dimension, die jenseits der physischen Welt liegt. Dabei löst sich das Bewusstsein vom Körper und kann frei durch den Raum schweben, andere Orte besuchen oder sogar andere Zeiten und Welten erkunden. Außerkörperliche Erfahrungen sind ähnlich, aber meist kürzer und spontaner. Sie treten oft auf, wenn man in einem Zustand zwischen Wachsein und Schlafen ist, zum Beispiel beim Einschlafen oder Aufwachen. Dabei hat man das Gefühl, aus dem Körper herauszutreten und sich selbst von außen zu sehen. Dabei können Astralreisen und außerkörperliche Erfahrungen sehr bereichernd und erkenntnisreich sein. Sie können helfen, unsere wahre Natur zu erkennen, unsere Grenzen zu erweitern, unsere Ängste zu überwinden und unsere spirituelle Entwicklung zu fördern. Außerdem können sie neue Perspektiven eröffnen.

Außerkörperliche Erfahrung

Die meisten Menschen, die entsprechende Erlebnisse haben, erleben diese unbewusst und ohne Ankündigung, oftmals spontan und einmalig, andere haben solche spontanen Erlebnisse sporadisch. Man soll diese Fähigkeit des Geistes aber auch bewusst herbeiführen können und Astralreisen und außerkörperliche Erfahrungen mit entsprechender Übung selbst beherrschen. Es gibt verschiedene Techniken und Hilfsmittel, die man nutzen kann, um sich in einen geeigneten Zustand zu versetzen, in dem man sein Bewusstsein vom Körper lösen kann. Dazu gehören zum Beispiel Meditation, Entspannung, Visualisierung, Atemübungen und entspannende Musik oder Audioaufnahmen. Wichtig ist auch, eine positive Einstellung zu haben, offen zu sein für neue Erfahrungen und keine Angst zu haben.

Die wohl bekannteste Technik, um sich bewusst auf eine außerkörperliche Reise zu begeben, ist die sogenannte Monroe-Technik, die sich laut Aussagen gut erlernen lässt.

Der Geschäftsmann Robert Monroe machte seine erste außerkörperliche Erfahrung im Jahre 1958 eher unbewusst und er hatte zuerst Angst davor, denn er dachte, er würde seinen Verstand verlieren. Immer häufiger verließ er seinen Körper und begann schließlich damit, seine neuen Fähigkeiten genauer zu untersuchen. Was er dabei entdeckte, versetzte ihn in pure Begeisterung. Daraufhin verfasste er exakte Berichte über seine Erfahrungen und nahm in den folgenden Jahren an mehreren Laborversuchen zur Erforschung dieses Phänomens teil.

Seine eigenen Erlebnisse hielt er möglichst genau fest und stellte Statistiken auf, mit denen er seine Astralreisen zu analysieren versuchte. Er erstellte Tabellen und konnte so die optimalen Bedingungen für seine Astralreisen herausfiltern. So stellte er unter anderem fest das 96,2% seiner Astralreisen bei warmen Temperaturen stattfanden, während bei kühleren Temperaturen nichts geschah. Die optimale Körperhaltung ist die liegende Position, die als einzige funktionierte, wobei sich eine Nord-Süd Körperausrichtung als bevorzugte Position mit 62,4% Wahrscheinlichkeit als am effektivsten erwies.

Schließlich fasste Robert Monroe alle seine Erkenntnisse zusammen und veröffentliche im Jahr 1971 ein Buch mit dem Titel Der Mann mit den zwei Leben, in dem er alle seine Erlebnisse und die Methoden für seine Astralreisen beschrieb. Die nun folgend beschriebene Methode basiert auf seinen Erkenntnissen und den Studien und Vorgaben.

Vorbereitung

Zur optimalen Durchführung einer AKE (außerkörperliche Erfahrung) benötigt man einen warmen und dunklen Raum, der nach Möglichkeit ruhig ist und Schutz vor unnötigen Störungen (Telefon oder anderen Geräuschquellen) bietet. Vorzugsweise sollte man diese Methode nackt durchführen oder sehr weite, luftige Kleidung tragen. Enganliegende Kleidung erschwert den Vorgang und sollte, falls nicht anders möglich, komplett aufgeknöpft und gelockert werden. Jeglicher Schmuck oder Uhren sollten vorher abgelegt sein, damit der Körper völlig frei ist. Oftmals helfen ganz leise entspannende Geräusche und sanfte Musik im Hintergrund bei der Entspannung des Körpers und Fixierung der Gedanken.

Schritt 1

Man begibt sich in den warmen, dunklen Raum und legt sich in bequemer Körperhaltung und entspannt hin. Der Kopf sollte hierbei immer nach Norden zeigen, da sich dies als die optimalste Ausrichtung erwiesen hat.

Schritt 2

Nun entspannt man sich körperlich und geistig, schließt seine Augen und atmet gleichmäßig und entspannt mit leicht geöffnetem Mund.

Schritt 3

Man konzentriert sich auf ein inneres Bild, egal welches, während man langsam einschlummert. Ist die Grenze zwischen Wachsein und Schlaf erreicht, so intensiviert man die Entspannung, indem man sich auf das Nichts oder das Dunkel hinter den Augenlidern konzentriert.

Schritt 4

Nun erreicht man einen Punkt, an dem man Schwingungen verspüren kann. Sollte man bereits diese Schwingungen verspüren, kann man direkt zu Schritt 5 übergehen. Falls man keine Schwingungen wahrnehmen kann, die den Beginn einer Astralreise signalisieren, so konzentriert man sich auf einen imaginären Punkt, etwa 30 cm vom Kopf entfernt. Man verlängert diese Distanz allmählich auf eine Entfernung von etwa 1,80 m und stellt sich eine parallel zum Körper verlaufende Ebene vor. Nun konzentriert man sich auf diese Ebene, imaginiert Schwingungen und holt diese hinab in den Kopf.

Laut Beschreibungen vieler Personen äußern sich diese Schwingungen ganz verschieden. Die einen vernehmen diese als eine Art Flimmern, andere wie Wellenbewegungen oder gar wie ein leichtes Erdbeben. Wiederum andere umschreiben diese Schwingungen wie Zitterbewegungen, die langsam den Körper zu erfassen scheinen und manche beschreiben diese als ein Gefühl, ähnlich jenem von eingeschlafenen Gliedmaßen. Hierbei kann man keine eindeutige Aussage treffen, wie sich diese Schwingungen nun exakt äußern, denn offensichtlich nimmt jeder Mensch, der eine Astralreise unternimmt, diese ganz und gar auf seine eigene Weise wahr.

Schritt 5

Man versucht diese Schwingungen zu steuern und durch den Körper zu leiten, und zwar vom Kopf, wo diese ihren Anfang im Körper nehmen, zu den Zehen und wieder zurück. Sobald man es erlernt hat diese Schwingungen auf Wunsch zu erzeugen, ist man bereit seinen Körper zu verlassen und eine Astralreise zu beginnen.

Schritt 6

Um den eigenen Körper verlassen zu können, konzentriert man sich nunmehr auf das angenehme Gefühl und die Vorstellung des Aufwärtsschwebens. Bei genügend intensiver Konzentration sollte der Astralleib nun den Körper verlassen und man kann seine Astralreise beginnen.

Schritt 7

Um letztendlich wieder in den eigenen Körper zurückzukehren, konzentriert man sich auf die Wiedervereinigung zwischen Astralleib und physischem Körper. Mit der festen Vorstellung an die Wiedervereinigung kann man sehen, wie man sich dem eigenen Körper wieder nähert und letztendlich wieder mit diesem verschmilzt. Somit endet dann eine Astralreise.

Diese sieben Schritte sollen eine Möglichkeit bieten, selbst die Fähigkeit zu Astralreisen zu erlernen. Während den ersten eigenen Versuchen ist es ratsam immer eine weitere Person in der Nähe zu haben, die im Notfall eingreifen und die ausführende Person wachrütteln kann, sofern etwas nicht zu stimmen scheint.

Haben Sie selbst bereits entsprechende Erlebnisse mit Astralreisen oder außerkörperlichen Erfahrungen gehabt, würden wir uns freuen, wenn Sie diese mit uns für ein Dokumentationsprojekt teilen. Sie können hierzu gerne unser Meldeformular verwenden, uns eine Mail senden oder uns auch einen Brief mit Ihren Erlebnissen senden. Unsere Adresse lautet:

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Quelle: Artikelzusammenfassung, Michael Schneider, Magazin Der einsame Schütze, 1999

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