Weltuntergang durch Supervulkane?

Naturphänomene
Naturphänomene
Werte Leser,

im Jahr 2012 war ja das Thema Weltuntergang regelrecht in aller Munde. Und eines der vielen möglichen Szenarien für den bevorstehenden Weltuntergang oder auch die Apokalypse ist der Ausbruch eines Supervulkans gewesen. Da wir in unserem Band Naturphänomene ein mögliches Worst-Case Szenario für den Ausbruch des Supervulkans im Yellowstone-Nationalpark behandelt haben, haben wir schon damals mit dem Erscheinen von Roland Emmerichs Blockbuster „2012“ und den Ausstrahlungen im TV immer wieder Nachfragen nach dem Thema im Zusammenhang mit dem Weltuntergang erhalten. Gerne wird ein Supervulkan als Auslöser für den Weltuntergang herangezogen. Wie wir bereits auf die vielen Anfragen versucht haben zu erklären, wird es aber definitiv keinen Weltuntergang durch einen Supervulkan geben. Auch wenn wir damit einigen Weltuntergangspropheten und apokalyptischen Autoren auf die Füße getreten sind.

Das in Zukunft ein Supervulkan wieder ausbrechen wird, daran besteht in der Tat kein Zweifel. In der Erdgeschichte gab es immer wieder Ausbrüche von Supervulkanen. Beim letzten großen Ausbruch des Toba vor 75.000 Jahren, der einzig bekannte Ausbruch zu Zeiten des Menschen auf der Erde, wurde die frühe Menschheit rapide dezimiert, aber nicht gänzlich ausgelöscht. Und zu jener Zeit war der frühe Mensch noch mehr Tier als moderner Mensch mit eigenen Häusern und Schutzmaßnahmen und relativ geregelter Lebensmittelversorgung.

Fakt ist, sollte der Supervulkan im Yellowstone-Nationalpark heute oder morgen noch ausbrechen, wäre dies in der Tat eine gewaltige globale Katastrophe und ein einschneidendes Ereignis für die gesamte Menschheit, aber bei Weitem kein Grund damit den Untergang der Welt zu befürchten. Ökologisch wird dies eine Katastrophe, die eine globale Sterbewelle nach sich ziehen wird, wie man auch schön in unserem Band Naturphänomene nachlesen kann, aber die Menschheit wird durch solch ein globales Ereignis nicht aussterben. Es steht zu befürchten, dass ein Teil der Menschheit an den Folgen dieser Katastrophe sterben wird – sei es durch Hungersnöte oder den durch den Ausbruch einhergehenden globalen Klimawandel, jedoch wird es lediglich zu einer Verkleinerung der Gesamtpopulation des Menschen kommen.

Problematisch ist beim Ausbruch des Supervulkans unter dem Yellowstone-Nationalpark vielmehr der massive Verlust an Lebensraum und Nutzfläche für Landwirtschaft und Industrie, welcher über Jahrzehnte nach dem Ausbruch in den USA und Kanada unbewohnbar sein wird. Schlimmer noch könnten die durch den Menschen selbst verschuldeten Probleme werden, wenn die in Nordamerika gebauten Kernkraftwerke durch diese Katastrophe unkontrollierbar und zerstört werden. Die hier strahlende Hinterlassenschaft könnte die Rückgewinnung dieses Lebensraumes für den Menschen über Jahrtausende hinweg unmöglich machen. Und wie Störanfällig Kernkraftwerke sind, hat ja die Katastrophe von Fukushima nach einem lokalen Erdbeben mit Tsunami im März 2011 gezeigt.

Als Fazit bleibt daher festzuhalten, dass ein Ausbruch eines Supervulkans zwar eine globale ökologische Katastrophe bedeutet, aber auf keinen Fall den Weltuntergang oder das Ende der Menschheit. Die Menschheit würde für ein paar Generationen unter dem Ereignis leiden, aber keinesfalls bedroht oder ausgelöscht.