Erscheinen Geister nur in der Nacht?

Geister und Spukphänomene

Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist jene, weshalb man ausgerechnet in der Dunkelheit der Nachtstunden vornehmlich Geister und Gespenster wahrnehmen kann, während solche Sichtungen am hellen Tag eine Ausnahme darstellen? Eine durchaus berechtigte Frage, die vor allem Skeptiker immer wieder vorbringen.

Wenn man sich ein wenig mehr mit der gesamten Materie über Geister, Spuk und Poltergeistphänomene befasst, wird man schnell feststellen, dass es diese Phänomene eigentlich rund um die Uhr gibt, diese nicht an irgendwelche Zeiten gebunden zu sein scheinen. Es gibt aber mehrere Faktoren, dass wir eben solche Phänomene während der Nacht wesentlich einfacher und bewusster wahrnehmen, als dies während der Tagesstunden möglich ist.

Der Begriff der Geisterstunde kommt nicht von ungefähr, sondern beruht auf den Erfahrungen der Menschen, die meist gegen Mitternacht und kurz darauf solche übersinnlichen Erlebnisse zu haben scheinen. Dabei liegen die Gründe hier sehr nahe. Während des Tages ist der Mensch mit allen möglichen Dingen beschäftigt, erledigt dieses und jenes, und dies bis weit in den Abend hinein. Erst in den späten Abendstunden, wenn man sich langsam zur Nachtruhe begeben möchte und alles ruhig wird, nimmt der Mensch Dinge wahr, die er während der Tagesstunden in aller Betriebsamkeit nicht zur Kenntnis nimmt, da er anderweitig abgelenkt wird. Dies ist im Normalfall die Zeit zur mitternächtlichen Stunde.

Genau betrachtet ist dies aber nicht ganz korrekt, denn faktisch nehmen wir zu einem anderen Zeitpunkt weitaus mehr Erscheinungen wahr, so dass die paranormale Aktivität in der Zeit zwischen 3 und 4 Uhr den höchsten Stand zu erreichen scheint. Daher ist dieser Zeitraum auch als Dämonenstunde bekannt. Allerdings befinden sich zu diesem Zeitpunkt die meisten Menschen im Tiefschlaf.

Der Einfluss von Tageslicht

Ein weiterer gewichtiger Punkt, weshalb man Geistererscheinungen während des Tages weitaus seltener wahrnimmt, hat einen einfachen physikalischen Hintergrund. Wir haben die Materie bereits anderweitig besprochen, weshalb z.B. bei Gewitter vermehrt Geistererscheinungen stattfinden. Der Grund ist einfach der, dass Geister eine elektromagnetische Signatur besitzen, die sich u.a. Geisterjäger zu Nutze machen, um Anomalien aufzuspüren. Lichtwellen sind allerdings ebenfalls elektromagnetische Strahlung, die unser Auge vornehmlich wahrnimmt. Ist viel Licht vorhanden, nehmen wir optisch elektromagnetische Anomalien, die sich u.a. durch die Verschiebung von Lichtwellen ergeben, kaum wahr oder interpretieren diese anders. Was wir jedoch nicht sehen, können unter Umständen aber optische Geräte, wie etwa Kameras festhalten, wodurch sich ebenfalls erklärt, weshalb viele Geisterfotografien am Tage entstanden, während der Beobachter selbst nichts wahrzunehmen vermochte (siehe Sonderheft Geisterfotografien).

Während der Tagesstunden ist es daher für den Menschen sehr schwierig, einfache Verschiebungen im Lichtspektrum (z.B. als schwaches Leuchten) wahrzunehmen. Selbst wenn wir dies bemerken, interpretiert unser Verstand dies als etwas Gewöhnliches und beachtet dies nicht weiter.

Anders in den Nachtstunden, denn Dunkelheit bedeutet, dass die elektromagnetische Wellenstrahlung des Lichts kaum bis gar nicht mehr vorhanden ist. Unser Auge nimmt nun Verzerrungen des Wellenspektrums, wie etwa leichtes Glühen/Leuchten oder schemenhafte Wellenverschiebungen (z.B. als durchscheinende Schattenbewegungen) wahr, die bei voller Lichtstrahlung eben nicht auffallen oder bewusst wahrgenommen werden. Oder anders gesagt, in der Dunkelheit lassen sich solche Phänomene um ein Vielfaches besser beobachten.

1 Gedanke zu “Erscheinen Geister nur in der Nacht?”

  1. „Wenn man sich ein wenig mehr mit der gesamten Materie über Geister, Spuk und Poltergeistphänomene befasst, wird man schnell feststellen, dass es diese Phänomene eigentlich rund um die Uhr gibt, diese nicht an irgendwelche Zeiten gebunden zu sein scheinen. “

    Das kann ich nur bestätigen. Habe noch nicht bemerkt dass die irgendwann mal Pause machen.

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