Nordkorea meldet Entdeckung der Einhorn-Höhle

EinhornWie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA Anfang Dezember 2012 meldet, haben Archäologen bei Ausgrabungen in der nordkoreanischen Stadt Pjöngjang nahe dem Yongmyong Tempel den Zugang zu einer in alten Quellen erwähnten Höhle entdeckt, welche die Behausung eines Einhorns gewesen sein soll. Ein rechteckiger Stein vor der Behausung weist mit dem Schriftzug „Einhorn-Höhle“ auf die Behausung dieses edlen Fabelwesens hin, so wie dies in den alten Schriften „Koryo History“ und dem „Sinjungdonggukyojisungnam“ geschildert wurde. In diesen Texten steht vermerkt, dass dies die Unterkunft des Einhorns gewesen sein soll, welches König Tongmyong im 16. Jahrhundert als Reittier besessen hatte.

Aus archäologischer Sicht ist diese Entdeckung der Einhorn-Unterkunft bemerkenswert, aber rein kryptozoologisch betrachtet eher unbedeutend, solange in dieser Höhle keine tierischen Überreste gefunden werden können, welche auf den Hintergrund des mythischen Tieres von König Tongmyong schließen lassen.

Einhörner als Haus- und Reittiere berühmter Herrscher sind nun wahrlich keine Seltenheit. Einem Herrscher, welcher ein Einhorn besaß, sagte man Edelmut, Reinheit und Macht zu, da nur ein wirklich edler und mächtiger Herrscher ein solches Fabelwesen besitzen und auch führen konnte. Und der Legende nach konnte das Einhorn den Herrscher vor Vergiftungen bewahren, da das Horn entweder Gift in Speisen erkennen oder gar die Vergiftung heilen konnte.

Der wohl berühmteste Herrscher mit einem Einhorn als Reittier war Alexander der Große. Sein Ross Bukephalos, mit welchem er so manche Schlacht bestritt, soll ein mächtiges Einhorn gewesen sein.

Ob diese Fabeltiere jedoch tatsächlich real existierten, fehlgebildete Pferde waren, oder nur als Einhorn ausgegeben wurden, um die Macht eines Herrschers zu unterstreichen, sei einmal dahingestellt.

Michael Schneider

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