El Chupacabras: Datenzusammenfassung

ChupacabrasAm 08. Juli 2016 erschien auf Travelbook ein Artikel über den Chupacabras, jenen legendären „Ziegensauger“, zu dem ich bereits vor 20 Jahren erste Studien geführt habe. Nachdem dieser Artikel erschienen ist, erhalte ich zum Thema vermehrt anfragen, vor allem im Bezug auf die genannte Zahl der Fallmeldungen zwischen 1995 und 2005.

Diese Zahlen stammen aus einer kurzen Zusammenfassung, die ich im Jahr 2006 veröffentlichte.

Dort wird bereits erklärt:

In den Jahren zwischen 1995 und 2005 gab es mehr als 15.000 registrierte Fälle, welche mit dem Wesen in Verbindung gebracht werden. Etwa 300 Fälle haben einen Bezug zu direkten Phänomenen, welche man als „Paranormal“ einstufen könnte. Und wieder andere Fälle berichten von seltsamen Tieren, welche man als Chupacabras bezeichnet,welche jedoch bei näherer Betrachtung ein ganz anderes (bekanntes) Tier als Urheber haben. Und schließlich gibt es dann noch einige ganz kuriose Fälle, in denen man El Chupacabras mit Viehverstümmelungen (Cattle-Mutilations) in Verbindung bringt, obwohl hier ein eindeutiges Phänomen aus dem Bereich der UFOlogie vorliegt, welches definitiv nichts mit jenem legendären blutsaugenden Wesen gemein hat.

Diese Zahl von damals rund 15.000 gemeldeten Fällen habe ich im Jahr 2005 zur Vorbereitung einer Forschungsreise nach Mexiko und Zentralamerika aus allen damals zur Verfügung stehenden Quellen zusammengetragen und als statistisches Datenmaterial erfasst. Dieses setzt sich aus Sichtungen und tausenden Meldungen von getöteten Tieren zusammen, die dem Chupacabras zugeschrieben wurden. Und da beginnt bereits der springende Punkt, denn quasi vor 1995 wurden tote Tiere kaum gemeldet, erst nach der Medienpräsenz 1996 des Themas stieg die Zahl der Meldungen rapide an, der Höhepunkt wurde im Jahr 2001 mit fast 4500 gemeldeten toten Tieren erreicht, die das Opfer des Chupacabras gewesen sein sollen. Hat man allerdings im Gegenzug die Verbreitung der Geschichten über die Medien und speziell über das wachsende Internet zur damaligen Zeit als Vergleich, fallen starke Parallelen zwischen Medienpräsenz und Zahl der Meldungen auf. Quasi jedes tote Tier, dessen Todesursache nicht sofort geklärt werden konnte, wurde in Zentral- und Südamerika dem Chupacabras angelastet – was wiederum die Medienpräsenz erhöhte. Nichts weiter als ein viraler Effekt, der ein soziologisches Phänomen auslöste.

Es wäre schon rein statistisch nicht möglich, die vielen Opferzahlen an Tieren mit den wenigen Meldungen von Sichtungen zu jener Zeit in Verbindung zu bringen.

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