Exorzismus in der Lehmhütte

Spukphänomene

Sansibar, Ostafrika

Ein Zeitungsredakteur der Daily Mail führte im Frühling des Jahres 1923 ein Gespräch mit Reverend Weston, dem anglikanischen Bischof von Sansibar in Ostafrika. Dieser erzählte bei dieser Gelegenheit von einigen seltsamen Vorfällen in seiner Diözese, darunter auch über einen besonderen Fall von Spuk, bei dem der Bischof persönlich zugegen war.

Es begann eines Tages damit, dass man an den Bischof herantrat und ihm von einer Hütte berichtete, in der ungewöhnliche Dinge geschehen und die von bösen Geistern besetzt sei. Hierbei handelte es sich um eine gewöhnliche Lehmhütte, wie diese überall dort standen. Die Hütte war aus gepressten Ziegeln erbaut, die aus normaler Lehmerde bestanden, die zum Aushärten an der Luft getrocknet wurden. Die Berichte sprachen davon, dass Stücke aus den Wänden der Hütte herausplatzten und durch die Luft flogen. Obwohl der Bischof anfänglich nicht an einen Spuk glauben wollte, begab er sich zur besagten Hütte.

Im Laufe seiner Untersuchung ließ er schließlich die Hütte räumen und von Posten umstellen. Zu seiner eigenen Überraschung konnte er mit eigenen Augen sehen wie sich große Stücke von den Wänden ablösten und durch die Luft oder in Richtung Zimmerdecke flogen. Etliche große Brocken flogen auch zur Tür hinaus. Von einem dieser Stücke wurde der Bischof am Kopf getroffen.

Schließlich entschloss sich der Bischof, diesem Treiben ein Ende zu setzen, indem er einen Exorzismus in dieser Hütte ausübte und die Hütte segnete. Diese Austreibung schien von Erfolg gekrönt zu sein, denn nach dem Exorzismus kam das Geschehen in der Hütte zum Erliegen und es wurden keine neuen Vorfälle mehr bekannt.

Verwendete Quellen
Magazin „Der einsame Schütze“, Juli 2004
Shuker, Karl P.N., Weltatlas der rätselhaften Phänomene, Gondrom, 1996

 

Schreibe einen Kommentar