Ein historisches Ereignis in der US-Flotte

Flugzeugträger in Norfolk
Flugzeugträger in Norfolk am 08.02.2013
Foto: U.S. Navy / Chief Ryan J. Courtade
Die USA besitzen als einziges Land dieser Erde mehrere Flugzeugträger, allen voran deren Flotte mächtiger Supercarrier mit atomarem Antrieb. Während sich andere Länder nur eine geringe Anzahl leisten, da der Unterhalt eines solchen Großkampfschiffes Unsummen verschlingt, bilden die Flugzeugträger das Rückgrat der globalen amerikanischen Vorherrschaft zu See und in der Luft.

Und zu jedem Träger (Carrier Task Force) gehört eine ganze Armada an Begleitschiffen, die den Träger gegen alle möglichen Bedrohungen abschirmen und stetig versorgen. Darunter Versorgungsschiffe, Zerstörer und Jagd-U-Boote.

Nachdem die japanischen Streitkräfte am 07. Dezember 1941 die Pazifikflotte im Hafen von Pearl Harbor angriffen und dort mehrere Großkampfschiffe versenkten oder schwer beschädigten, worauf die Amerikaner in den 2. Weltkrieg eintraten, zogen die Amerikaner den Entschluss, niemals wieder mehrere aktive Großkampfschiffe in einem Hafen zu versammeln. Schiffe im Hafen, besonders Flugzeugträger ohne Begleitschutz, stellen für einen gezielten Angriff immer ein hervorragendes Ziel dar. Nach dem Debakel von Pearl Harbor wurde dies erkannt und seitdem von den Amerikanern konsequent umgesetzt. Selten sieht man mehr als einen oder zwei amerikanische Flugzeugträger gleichzeitig im Hafen, da diese aus Sicherheitsgründen entweder unterwegs oder auf mehrere Stützpunkte weltweit verteilt sind.

Doch derzeit scheint in der US-Regierung diese Vorsichtsmaßnahme wenig Beachtung zu finden, wobei sich die Führung der NAVY nicht wirklich wohl fühlt. Im Februar 2013 wurden gleich mehrere Flugzeugträger, darunter fünf Supercarrier und mehrere Amphibien-Träger zum Marinestützpunkt von Norfolk in Virginia beordert. Wäre man ein Terrorist oder eine feindliche Nation, könnte man auf einen Schlag die USS Dwight D. Eisenhower (CVN 69), USS George H.W. Bush (CVN 77), USS Enterprise (CVN 65), USS Harry S. Truman (CVN 75) und die USS Abraham Lincoln (CVN 72) ausschalten, zudem eine ganze Reihe an kleineren Amphibien-Trägern. Der größte Teil der amerikanischen Marinestreitkräfte liegt dicht beeinander im Hafen.

Offiziell wurden diese zu Wartungsarbeiten auf Befehl aus Washington alle zeitgleich nach Norfolk beordert. Marineoffiziere sehen darin jedoch eine besorgniserregende Entwicklung, da das Marineprotokoll zur Sicherheit der Flotte, welches seit dem 2. Weltkrieg gilt und aufrechterhalten wurde, auf politischen Befehl hin umgangen wird. Auch amerikanische Verschwörungstheoretiker betrachten diese Entwicklung mit Besorgnis, wie man dies in Foren und in den Social Networks verfolgen kann.