Leif Inselmann

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  • #11704

    Leif Inselmann
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    Die Details sind bei Sci-Fi einer der wichtigsten Aspekte, um eine Geschichte glaubhaft rüber zu bringen.

    Definitiv! Für mich gehört gerade das Worldbuildung auch immer zu den wichtigsten Aspekten – bei fremden Romanen ebenso wie bei meinen eigenen. Gerade was das angeht, sind wir bei den Chroniken im Moment gerade dabei, das Gerüst der Hintergründe weiter auszuarbeiten und die gegenseitige Abstimmung zu verbessern.

    Hier hätte man gleich in der Story wenigstens einen Ansatz zur Klärung einbauen müssen.

    Das werde ich definitiv auch noch in den kommenden Bänden thematisieren – jetzt umso stärker, um die zwangsläufig aufgekommenen Fragen zu klären. Gerade die Gilgamesch-Geschichte bietet sich schließlich an für die Überlegungen bezüglich Sterblichkeit und den Unterschied zwischen „Göttern“ und Menschen. Leider heißt es damit noch ein bisschen warten … Aber ich freue mich, dass dir das Buch ansonsten gefallen hat! Weitere Teile sollten dann irgendwann in den nächsten Monaten erscheinen (neben Band 13 der Hauptreihe), niedergeschrieben ist schon einiges. 😉

    #11696

    Leif Inselmann
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    Ja, das ist in der Tat ein Unterschied zwischen den beiden Reihen, an den ich beim Schreiben auch bereits gedacht habe.

    Man muss hier allerdings beachten, dass die auf der Erde gebliebenen Nukarib zur Zeit Gilgameschs bereits seit Jahrtausenden von ihrer Heimatwelt abgeschnitten sind und sich bei ihnen daher teils deutlich andere Bräuche etabliert haben. Dort ist die Lebensverlängerung – zumindest auf mehrere Jahrhunderte bis Jahrtausende, wenn nicht potentiell unbegrenzt – weitgehend zum Standard geworden, was verschiedene Gründe hat:
    – Die Macht der Nukarib basiert auf ihrer Rolle als Götter gegenüber den Menschen, wobei sie sich natürlich ganz bewusst als übermenschlich inszenieren. Würden auch Götter alt werden und sterben wie Menschen, könnte dies zu Einbußen an Autorität führen: Die Menschen sollen auf keinen Fall darauf kommen, dass die Nukarib gar nicht so verschieden von ihnen sind, da gerade die (scheinbare) Unsterblichkeit als maßgeblicher Unterschied gilt. Aus diesem Grund werden auch tatsächliche Todesfälle unter den Nukarib oft vor den Menschen verheimlicht und die Kulte der Verstorbenen zum Schein noch lange nach ihrem Tod weiterbetrieben.
    – Seit dem Abbruch des Kontakts zur Heimatwelt Tilmun müssen die irdischen Nukarib mit einem ständigen Schwund an Technologie und entsprechenden Kenntnissen leben, da vieles nicht mehr ersetzt werden kann – bis schließlich in den letzten Jahrhunderten der Antike die göttliche Technologie fast vollständig von der Erde verschwunden ist. Unter diesem Vorzeichen ist es nur sinnvoll, das Knowhow der Nukarib so gut wie möglich zu erhalten, anstatt mit jeder Generation mehr an Wissen und Kompetenzen zu verlieren.
    – Ein Großteil auch der niederen Nukarib, die noch auf der Erde sind, stammt von den alten Familien der Elite ab (über etliche Generationen ergeben sich allzu breit gefächerte Stammbäume) – und jene haben natürlich Fähigkeit und Interesse, auch ihren Sprösslingen ein solch langes Leben zu ermöglichen, statt sie in kürzester Zeit altern und sterben zu sehen.

    Was bei den Nukarib der Erde hingegen noch genauso selten und umstritten ist wie ursprünglich, ist die Lebensverlängerung bei Menschen – dies kommt nur extrem selten bei ausgewählten Exemplaren vor (was sowohl im Gilgamesch- wie auch Maschta-Zyklus ein Thema ist).

    #10409

    Leif Inselmann
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    Das Denkmodell entstammt dem Mittelalter

    Tatsächlich nein. Dass die Menschen im Mittelalter noch an eine flache Erde glaubten, ist ein weit verbreiteter Mythos, der aber erst in der Neuzeit entstanden ist. Bereits in der Antike wurde die Rundwelt zum Allgemeinwissen.
    Homer und ganze frühe Philosophen wie Thales von Milet gingen noch von einer flachen Erde aus; in den nächsten Jahrhunderten konkurrierten da verschiedene Modelle miteinander. Die Pythagoräer zum Beispiel nahmen schon von Anfang an eine runde Erde an und auch Aristoteles fand die runde Erde selbstverständlich (und dem wurde im Mittelalter bekanntlich fast so dogmatisch geglaubt wie der Bibel). Spätestens mit Eratosthenes, der den Erdumfang annähernd korrekt berechnete, war die runde Erde endgültig durchgesetzt; schon Plinius (1. Jhd. n. Chr.) setzte sie voraus. Im Mittelalter wurde die Kugelgestalt der Erde sogar dazu herangezogen zu begründen, wieso die Erde im Zentrum des Universums stehen müsse! (Weil bekanntlich alles zum Erdmittelpunkt hin fällt …) Jedenfalls glaubte im Mittelalter kein gebildeter Mensch mehr an eine flache Erde (abgesehen vielleicht von ein paar Spinnern, wie wir sie auch heutzutage noch haben).

    Wie erklären sich die Anhänger der Theorie die wissenschaftlichen Fakten, die belegen können, das die Erde mehr oder weniger eine Kugel ist?

    Teils so, teils so, denke ich. Das klassische Argument, dass ja niemand zum Rand gekommen und runtergefallen sei, wird ja meistens dahingehend umschifft, dass man von einer Welt mit dem Nordpol in der Mitte und der Antarktis als Ring drumherum ausgeht – nach Osten und Westen segelt man also immer nur im Kreis auf einer Ebene herum.
    Ansonsten … keine Ahnung, was die Flacherdler so zu offensichtlichen Argumenten für die Kugelform sagen – jedenfalls zu denen, die sich nicht durch eine Verschwörung wegdiskutieren lassen (wie etwa Satellitenbilder). Gibt ja einiges, was bei einer flachen Erde nicht wirklich hinhaut: Es kann eigentlich nirgendwo wirklich Nacht sein, weil die Sonne ja über der Scheibe bleibt; Schiffe tauchen mit dem Segel zuerst am Horizont auf … und wie erklären die sich eigentlich eine Mondfinsternis? (Womöglich durch einen weiteren Trabanten, der sich vor den Mond schiebt? Nur mal so ins Blaue geraten.)

    Welchen Vorteil verspricht es, an diese Theorie zu glauben?

    Identität und Abgrenzung. Man weiß die Wahrheit, während alle anderen zu dumm und ignorant sind. Das stärkt das Selbstbewusstsein und verleiht Sinn – der Kern vieler Verschwörungstheorien. Außerdem machen wir Glaubwürdigkeit meist weniger vom Inhalt einer These, als vielmehr von der Quelle abhängig – und wer Youtube-Verschwörungstheoretiker als glaubwürdig ansieht (und davon gibt es viele) hat womöglich auch keine großen Berührungsängste mit der Flachwelt-Theorie.
    Ein weiterer Aspekt ist die Religion. Die Genesis spricht von einer flachen Erde (so zumindest die offensichtlichste Lesart), also ist nur eine flache Erde mit der Bibel vereinbar. Da wären wir bei den ganzen Kreationisten und sonstigen Bibelfanatikern (von denen es auch ziemlich viele gibt).

    Gibt es irgendwelche Schätzungen, wie viele Anhänger diese Theorie besitzt?

    Kompliziert – gerade auch, weil es in dem Bereich recht viele Satiriker gibt, die das ganze nicht ernst meinen, aber sich in sozialen Medien nicht unbedingt als solche identifizieren lassen.
    Die erfolgreichste Facebook-Seite zu dem Thema hat knapp über 200.000 Abonnenten, die zweite 171.000, andere im Zehntausenderbereich.

    #9505

    Leif Inselmann
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    Tolle Idee, dieses Projekt!

    Ich denke, man kann sich darauf einigen, dass etwa „King Kong“, „Godzilla“ und „Der Weiße Hai“ auf jeden Fall dazugehören – da erübrigt sich wohl die Diskussion.

    Nicht vergessen darf man natürlich „Jurassic Park“ (am ehesten der erste Teil – weil eben der erste und einflussreichste und pars pro toto für die ganze Reihe). Einerseits natürlich eine mehr als unterhaltsame Filmreihe, zugleich aber eben filmgeschichtlich relevant in punkto Effekte und auch (relativ) realistische Darstellung der Saurier.

    „Die Vögel“ ist auch ein absoluter Klassiker, auf keinen Fall auszulassen in so einem Buch. Eher ein Insidertipp, aber definitiv empfehlenswert ist „Pakt der Wölfe“ – umso mehr, da er auf realen historischen Ereignissen basiert.

    Ich weiß nicht ganz – zählt „Alien“ noch als Tierhorror? Wenn ja, sollte man die Reihe keinesfalls außen vor lassen.

    Aber was wäre das Tierhorror-Genre ohne Trash?
    Da gibt es etwa liebevoll gemachte Perlen wie „Zombiber“, der trotz sehr bescheidenem Budget doch unterhaltsam und witzig gemacht ist. Nicht vorbei kommt man wohl am Trash-Flaggschiff „Sharknado“ (meinetwegen auch der erste Teil, obgleich jeder weitere allzu bezeichnend für das Konzept der Reihe ist). Wohl kaum ein moderner Trash-Film hat es innerhalb kürzester Zeit zu einem solchen Kultstatus gebracht, wie man schon allein an den zahlreichen Gastauftritten von Prominenten in den folgenden Teilen sieht. Stellvertretend steht Sharknado auch für das gesamte Subgenre der modernen Hai-Filme, das ja auch andere mehr oder minder schlechte Franchises wie „Mega Shark“ (vs. Giant Octopus, Crocosaurus, Mechatronic Shark …) und „Sharktopus“ (vs. Pteracuda, Whalewolf) hervorgebracht hat, nebst vielen Einzelfilmen natürlich (von „Two Headed Shark Attack“ über „Three Headed Shark Attack“ und „Five Headed Shark Attack“ bis hin zu „Zombie Shark“, „Snow Sharks“ und „Raiders of the lost Shark“).

    #7712

    Leif Inselmann
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    Schade.

    #7706

    Leif Inselmann
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    Ich hätte da mal eine Frage:
    Kommen für das ParaMagazin auch Artikel infrage, die bereits im Internet veröffentlicht wurden?

    Ich habe nämlich vor kurzem einen sehr gut recherchierten Artikel über das (vor allem aus der Prä-Astronautik bekannte) Serapeum von Sakkara verfasst, von dem ich denke, dass er hervorragend in das Magazin passen würde. Darin untersuche ich kritisch die einschlägigen grenzwissenschaftlichen Theorien zum Serapeum und stelle diese den archäologischen Fakten und alternativen Erklärungsmodellen gegenüber. Der Artikel wurde allerdings (da zu diesem Zeitpunkt das Magazin noch als pausiert galt) bereits auf einem anderen Blog (Mysteria3000) veröffentlicht; außerdem auf meiner eigenen Website. Ich besitze nach wie vor alle Rechte an dem Artikel; zumindest von meiner Seite könnte ich ihn auch jederzeit entfernen.

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